Schlaf-Positionen: Warum man nicht Richtung Norden schlafen sollte

In Indien haben die Älteren immer gesagt: Schlafe nicht Richtung Norden. Sadhguru erklärt den Grund hinter diesem etwas seltsamen Tipp für besseren Schlaf
Schlafposition
 

Sadhguru erklärt, warum man in Indien traditionell nie mit dem Kopf nach Norden schläft und erläutert ein paar weitere Dinge, die uns dabei helfen können, besser zu schlafen und ausgeruhter zu sein..

Der Aufbau deines Körpers

Sadhguru: Dein Herz ist nicht in der Körpermitte, sondern befindet im dritten Viertel auf dem Weg nach oben, weil es schwieriger ist, Blut gegen die Schwerkraft nach oben zu pumpen als es nach unten zu pumpen. Die Blutgefäße, die nach oben gehen, sind feiner als die, die nach unten gehen. Die Gefäße im Gehirn sind fast so dünn wie Haare, sodass sie nicht einen einzigen Tropfen mehr aushalten können. Wird noch ein Tropfen mehr hineingepumpt, platzt etwas und es kommt zu einer inneren Blutung.

Die meisten Menschen haben Blutungen in ihrem Gehirn. Das beeinträchtigt euch auf keine erhebliche Weise, führt aber zu kleinen Schäden. Es kann sein, dass eure Intelligenz abnimmt, was bei vielen Leuten der Fall ist. Ab einem Alter von 35 Jahren sinkt die Intelligenz in vielerlei Hinsicht, es sei denn, ihr unternehmt enorme Anstrengungen, um sie zu erhalten. Ihr kommt zurecht, weil ihr euer Gedächtnis benutzt, nicht eure Intelligenz.

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Was passiert, wenn man mit dem Kopf nach Norden liegt?

Wenn du ein Problem mit deinem Blut hast, zum Beispiel Blutarmut, was würde ein Arzt dann verschreiben? Eisen. Es ist ein wichtiger Bestandteil deines Blutes. Du hast von den magnetischen Feldern des Planeten gehört. In vielerlei Hinsicht hat der Magnetismus die Erde geformt. So stark ist die Wirkung der magnetischen Kräfte auf den Planeten.

Wenn du mit dem Kopf nach Norden liegst und 5 bis 6 Stunden lang in dieser Position bleibst, übt die magnetische Anziehungskraft Druck auf dein Gehirn aus.

In welcher Richtung sollte man am besten schlafen?

Wenn der Körper in einer horizontalen Position liegt, kannst du sofort bemerken, dass dein Puls sich verlangsamt. Der Körper passt sich daran an, denn wenn das Blut waagerecht gepumpt wird, gelangt zu viel davon in deinen Kopf und verursacht Schäden. Wenn du nun mit dem Kopf Richtung Norden liegst und 5 bis 6 Stunden lang in dieser Position bleibst, übt die magnetische Kraft Druck auf dein Gehirn aus. Wenn du ein gewisses Alter überschritten hast und deine Blutgefäße schwach sind, könnte das zu inneren Blutungen und Schlaganfällen führen. Oder, wenn dein System robust ist und dir diese Dinge nicht passieren, könnte es sein, dass du aufgewühlt aufstehst, denn es fließt mehr Blut durch das Gehirn als es im Schlaf der Fall sein sollte. Das heißt nicht, dass du gleich stirbst, wenn du das einen Tag lang machst. Aber wenn du es jeden Tag machst, beschwörst du die Probleme herauf. Welche Art von Problemen hängt davon ab, wie solide dein System ist.

In welche Richtung sollte dein Kopf im Schlaf also am besten zeigen? Osten ist die beste Richtung. Nordwesten ist okay. Westen ist in Ordnung. Süden, wenn es unbedingt sein muss. Nicht nach Norden. Das gilt, wenn du dich auf der Nordhalbkugel befindest – es ist in Ordnung, mit dem Kopf in jede Richtung, außer nach Norden, zu schlafen. Auf der Südhalbkugel solltest du den Kopf nicht nach Süden richten.

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Die richtige und falsche Seite des Bettes!

Dein Herz ist ein wichtiger Aspekt deiner Physiologie. Die Station, die Leben durch deinen Körper pumpt – wenn diese eine Sache nicht passiert, passiert gar nichts – beginnt auf der linken Seite. In Indien hat man schon immer gesagt, dass man sich beim Aufstehen auf die rechte Seite drehen und dann aus dem Bett steigen soll. Wenn der Körper sich in einem gewissen Entspannungszustand befindet, fährt der Stoffwechsel herunter. Stehst du auf, bedeutet dies einen plötzlichen Anstieg der Aktivität. Du solltest dich also auf die rechte Seite drehen und dann aufstehen, denn wenn du dich plötzlich auf die linke Seite drehst, während der Stoffwechsel niedrig ist, belastest du dein Herz-Kreislauf-System.

Aktiviere Körper und Gehirn

In der indischen Tradition wird dazu geraten, vor dem Aufstehen am Morgen die Hände aneinander zu reiben und die Handflächen über die Augen zu legen. Man sagt, wenn man das tut, wird man Gott sehen. Es geht nicht darum, Gott zu sehen.

Bevor du morgens aufstehst, solltest du deine Hände aneinander reiben und deine Handflächen über deine Augen legen.

In deinen Händen gibt es eine hohe Konzentration an Nervenenden. Wenn du deine Handflächen aneinander reibst, werden alle Nervenenden aktiviert und das System wird sofort wach. Wenn du morgens aufwachst und dich immer noch schläfrig fühlst, probiere das aus und du wirst sehen, dass alles wach wird. Unmittelbar wacht eine ganze Reihe von Nerven auf, die mit deinen Augen und deinen anderen Sinnen verbunden sind. Bevor du deinen Körper bewegst, sollten dein Körper und dein Gehirn aktiv sein. Du solltest nicht verschlafen aufstehen, darum geht es.

Anmerkung der Redaktion: Mehr Tipps zum Schlafen und Aufstehen? In einer Zusammenstellung aus Sadhgurus Vorträgen sind zehn davon gesammelt worden, damit wir uns gut erholen und nicht mürrisch aufstehen. Ansehen kannst du es dir hier.